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24.01.09 / 20:15h
Club Saboteur
Sabotage # 15 Collision of Sound
Andreas Brogersax
Denise Kronabitterinstrumental and vocal percussion
Marco Seledrums and cymbals
Markus Essdouble bass
Pirmin Schädler piano
Selina Schädlervocals

Musikalischer Teilchenbeschleuniger bei der Sabotage # 15

Der Club Saboteur startet in das Konzertjahr 2009 mit einem neuen Gesicht. Selina Schädler wird die Aufgaben von Sandro Nardi übernehmen, welcher sich neuen Herausforderungen stellen möchte und das Sabotieren deshalb nun bleiben lässt. Der Club Saboteur dankt ihm für die geleistete Arbeit. Nachdem das Jahr der Kartoffel erfolgreich abgeschlossen wurde, startet der Club Saboteur mit der Sabotage 15 ins Jahr des Teilchenbeschleunigers. Der Large Hadron Collider wird zwar nicht eins zu eins nachgebaut in der Tangente vorzufinden sein. Vielleicht aber bringen die sechs Musiker und Musikerinnen ein paar spezifische Teilchen zum Kollidieren, damit den BetrachterInnen und HobbyphysikerInnen die Vorgänge der Urknallmaschine offensichtlich werden. Im Konzertraum werden die Teilchen allerdings in Form von Klängen mit Schallgeschwindigkeit durch Raum und Zeit geschleudert. Weniger zielgerichtet und im Verborgenen vielleicht, dafür aber umso effektiver nachvollziehbar.

In dieser Versuchsanordnung haben die Musiker und Musikerinnen noch nie zusammengespielt. Aus Vorarlberg werden Andreas Broger am Saxophon und Markus Ess am Kontrabass zu hören sein. Pirmin Schädler wird am Flügel sein Können an den Tag legen während Selina Schädler singend ihren Beitrag zur Klangfarbe leistet. Rhythmisch und perkussiv wird das Kollektiv von Marco Sele am Schlagzeug und Denise Kronabitter an diversen Perskussionsinstrumenten angetrieben.

Zu hören gibt es zwei Sets mit mehrheitlich frei improvisierten, im Moment entstehenden Stücken. Das Experiment zielt darauf hin, die Bestandteile der musikalischen Teilchen in einer hochverdichteten Kernfusion zu einer unvorstellbaren Klangwelt zu verschmelzen, so dass sie ihre inneren Bindungen verlieren und den Weg in eine neue Erfahrungswelt öffnen. Sollte dabei unerwarteterweise ein schwarzes Loch entstehen, spielt die Band höchst wahrscheinlich in einem der vielen Paralleluniversen weiter.